Takoyaki (Oktopusbällchen nach Osaka-Art)

Takoyaki (Oktopusbällchen nach Osaka-Art)

Küche: Japanisch

Region: 大阪府

Portionen: 4人分(約80個)

Takoyaki (Oktopusbällchen nach Osaka-Art) ist ein hausgemachtes Hauptgericht. Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitung stehen unten, mit Tipps zum Kochen zu Hause.

Zutaten

  • [Teig] 300 g Weizenmehl Type 405
  • [Teig] 1 l Dashi (abgekühlt)
  • [Teig] 3 Eier
  • [Teig] 1 TL helle Sojasauce
  • [Teig] 1/2 TL Salz
  • 200 g gekochter Oktopus
  • 60 g Tenkasu (Tempura-Krümel)
  • 1/2 Tasse Frühlingszwiebeln (in feinen Ringen)
  • 3 EL roter eingelegter Ingwer (gehackt)
  • Pflanzenöl nach Bedarf
  • Takoyaki-Sauce (oder Okonomiyaki-Sauce) nach Bedarf
  • Mayonnaise nach Belieben
  • Aonori (grüne Algenflocken) nach Bedarf
  • Katsuobushi (feines Bonitopulver) nach Bedarf

Zubereitung

  1. [Teig] Die Eier in einer Schüssel verquirlen, Dashi, helle Sojasauce und Salz zugeben und verrühren. Das Mehl hineinsieben und mit dem Schneebesen glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Der Teig darf sehr dünnflüssig sein. In einen Krug mit Ausguss umfüllen, damit er sich leicht gießen lässt.
  2. Den Oktopus in 1,5 cm große Würfel schneiden. Zu große Stücke lassen sich schlecht mit Teig umhüllen.
  3. Die Takoyaki-Platte bei mittlerer Hitze gut erhitzen und die Mulden sowie die ganze Platte großzügig ölen. So heiß werden lassen, dass das Öl ganz leicht raucht.
  4. Den Teig in einem Zug eingießen, bis er über die Ränder der Mulden läuft. Sofort in jede Mulde ein Stück Oktopus geben und Tenkasu, Frühlingszwiebeln und Ingwer über alles streuen.
  5. Nach 2–3 Minuten, wenn der Teig an den Rändern fest wird, mit einem Bambusspieß rund um jede Mulde den Teig abtrennen und jedes Bällchen jeweils um 90 Grad drehen, dabei den überstehenden Teig nach innen schieben.
  6. Wenn alle einmal ganz herumgedreht sind, weitere 3–4 Minuten unter ständigem Drehen backen. Fertig sind sie, wenn die Oberfläche knusprig goldbraun ist und sie sich beim Anheben leicht anfühlen.
  7. In ein Schiffchen geben, mit Sauce bestreichen, nach Belieben Mayonnaise darübergeben und mit Aonori und Katsuobushi bestreuen. Innen sind sie sehr heiß – Vorsicht.

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Hinweise

Ein sehr dünner Teig ist die Osaka-Art: außen knusprig, innen fast flüssig-weich.

Nicht am Öl sparen. Mit zu wenig Öl kleben die Bällchen, lassen sich nicht drehen und verlieren die Form.

Statt mit Sauce isst man sie auch gern in Dashi getunkt oder nur mit Salz und Zitrone oder mit Sojasauce.

Fertige Takoyaki lassen sich einfrieren. Gefroren in der Mikrowelle erwärmen und zum Schluss in der Pfanne rollen, damit die Oberfläche wieder knusprig wird.

Herkunft und Geschichte

Takoyaki – ein dünner Teig aus Dashi und Ei, in eine Platte mit runden Mulden gegossen, mit Oktopusstücken gefüllt und zu Kugeln gebacken – ist für die Menschen in Osaka echtes Soulfood.

Als Vorläufer gilt Chobo-yaki, das vom Ende der Meiji- bis in die Taishō-Zeit bei Kindern in Süßwarenläden und an Festständen beliebt war. Gefüllt wurde es mit Konjak, getrockneten Garnelen, eingelegtem Rettich und Ähnlichem, gebacken in einem Teig mit Sojageschmack. Als Ende der Taishō-Zeit der Rundfunk begann, kam ein Straßenimbiss namens Radio-yaki auf, der sich die Neuheit zunutze machte.

Zu Beginn der Shōwa-Zeit soll ein Stand in Osaka-Stadt Oktopus als Füllung für Radio-yaki verwendet haben – der Anfang des Takoyaki. Anfangs aß man es ohne alles, doch als nach dem Krieg dickflüssige, kräftige Saucen aufkamen, setzte sich der heutige Stil durch: Sauce mit Aonori und Bonitoflocken, im Schiffchen mit Zahnstochern.