
Warabi Mochi
Küche: Japanisch
Region: 奈良県
Portionen: 4人分
Warabi Mochi ist ein hausgemachtes Dessert. Echte Warabi-Stärke (aus Farnwurzeln) ist rar und teuer. Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitung stehen unten, mit Tipps zum Kochen zu Hause.
Zutaten
- Echte Warabi-Stärke 80 g
- Kristallezucker 128 g
- Wasser 240 ml
- Mizuame (Stärkesirup) 32 g
- Kinako (gesüßtes Sojamehl) nach Bedarf
- Kuromitsu (schwarzer Zuckersirup) nach Bedarf
Zubereitung
- In einer Schüssel Warabi-Stärke und Kristallezucker mischen. Klumpen mit den Fingerspitzen zerdrücken.
- Wasser nach und nach zugeben und glatt rühren. Durch ein feines Sieb in einen Topf passieren.
- Topf auf mittelschwache Hitze stellen und vom Boden her ständig mit einem Holzspatel rühren. Plötzlich verdickt sich die Masse; rasch ohne Anbrennen zu einem Klumpen verkneten, dann vom Herd nehmen.
- Teig in eine hitzebeständige Form geben und etwa 8 Minuten in einem bereits dampfenden Dämpfer garen. Fertig, wenn die ganze Masse durchscheinend ist.
- Teig zurück in den Topf, Mizuame zugeben und bei schwacher Hitze 2–3 Minuten fest kneten. Es entstehen starke Elastizität und Klebrigkeit; der Teig wird glänzend und halbtransparent.
- Über einer Schüssel mit kaltem Wasser mit nassem Löffel bissgroße Stücke abstechen und abtropfen lassen. Zu starkes Abkühlen macht sie hart — herausnehmen und abtropfen, sobald die Restwärme weg ist.
- Anrichten, großzügig mit Kinako wälzen und mit Kuromitsu beträufeln.
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Hinweise
Echte Warabi-Stärke (aus Farnwurzeln) ist rar und teuer. Viele „Warabi-Mochi-Mehle“ im Handel bestehen aus Süßkartoffelstärke u. Ä. und werden weißer und weicher — der Wasserangabe auf der Packung folgen.
Beim Kneten brennt es leicht an; den Topfboden stets mit dem Holzspatel schaben und weiter rühren.
Warabi Mochi wird im Kühlschrank weiß und fest. Am besten am selben Tag, Zimmertemperatur oder leicht gekühlt.
Man kann den Teig auch auf ein Kinako-blech gießen, wälzen und mit dem Messer schneiden.
Herkunft und Geschichte
Warabi Mochi ist eine japanische Süßspeise aus Farnwurzelstärke (Warabi-Pulver), mit Zucker und Wasser verknetet und mit Kinako und Kuromitsu serviert. Der federnde, kühle Biss gilt als Sommererfrischung.
Nara ist seit Langem für Warabi Mochi bekannt; in den Bergtälern grub man Wurzeln von Frühling bis Herbst, zerkleinerte sie, spülte sie und bewahrte die Stärke auf. Der Legende nach liebte Kaiser Daigo der Heian-Zeit das Gebäck und verlieh den Rang „Tayū“, weshalb man Warabi Mochi manchmal „Okatayū“ nennt.
Aus den Wurzeln kommt nur wenig Stärke, daher bleibt echtes Warabi-Pulver kostbar. Diese schlichte, aber aufwendige Süßigkeit genießt man auch als Nara-Souvenir und Teehaus-Nascherei.