
Misosuppe (Tofu und Wakame)
Küche: Japanisch
Region: 日本各地
Portionen: 2〜3人分
Misosuppe (Tofu und Wakame) ist ein hausgemachtes Suppenggericht. Kocht Miso auf, verflüchtigt sich das Aroma. Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitung stehen unten, mit Tipps zum Kochen zu Hause.
Zutaten
- Wasser 500 ml
- Kombu 1 Stück ca. 5 cm im Quadrat (ca. 5 g)
- Katsuobushi (Bonitoflocken) 10 g
- Seidentofu 1/2 Block (ca. 150 g)
- Getrocknete Wakame 2 Teelöffel (ca. 2 g)
- Negi (japanische Frühlingszwiebel) 5 cm (oder 2 Frühlingszwiebeln)
- Miso (Awase-Miso o. Ä.) 2–2½ EL (36–45 g)
Zubereitung
- Wasser und Kombu in einen Topf geben und etwa 30 Minuten stehen lassen (bei Zeitmangel weglassen). Bei mittel-niedriger Hitze erwärmen; sobald kleine Blasen vom Boden aufsteigen, Kombu kurz vor dem Kochen herausnehmen.
- Nach dem Aufkochen Hitze aus, Katsuobushi zugeben und etwa 2 Minuten ziehen lassen. Wenn die Flocken absinken, Dashi durch ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb seihen. Leicht andrücken – starkes Auspressen macht bitter.
- Getrocknete Wakame etwa 5 Minuten in Wasser einweichen, ausdrücken. Tofu in 1,5-cm-Würfel schneiden, Negi in dünne Ringe.
- Dashi zurück in den Topf, bei mittlerer Hitze erwärmen. Wenn warm, Tofu zugeben und 1–2 Minuten köcheln.
- Hitze reduzieren. Miso in eine Kelle geben und mit Stäbchen im Dashi auflösen. Abschmecken und nach Wunsch nachwürzen.
- Wakame zugeben und kurz vor dem Kochen (beim ersten Wallen) abstellen. In Schalen füllen und Negi darüberstreuen.
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Hinweise
Kocht Miso auf, verflüchtigt sich das Aroma. Nach dem Auflösen nicht mehr kochen lassen – beim ersten Wallen abstellen.
Der Salzgehalt schwankt je nach Misosorte. Erst wenig nehmen und nach Geschmack nachlegen, dann gelingt es sicher.
Ohne Zeit für selbst gemachten Dashi funktioniert granuliertes Dashi nach Anleitung auch schnell und lecker.
Die Einlagen dürfen saisonal wechseln. Daikon mit Aburaage, Kartoffel mit Zwiebel, Nameko, Venusmuscheln sind beliebt. Harte Wurzelgemüse kommen schon in den kalten Dashi, damit sie durchgaren.
Auch beim Aufwärmen nicht voll aufkochen. Frisch zubereitet schmeckt die Suppe am aromatischsten.
Herkunft und Geschichte
Misosuppe ist eine grundlegende japanische Suppe: Zutaten in Dashi gekocht und mit Miso gewürzt. Zusammen mit Reis und Beilagen ist sie die „eine Suppe“ des Washoku-Schemas Ichiju-sansai und fester Bestandteil des Alltagstisches.
Miso ist ein Gewürz aus Sojabohnen, fermentiert mit Koji und Salz. Es soll auf das chinesische Jiang (Hishio) zurückgehen und sich in Japan eigenständig entwickelt haben. Als Suppe weit verbreitet zu trinken, datiert man etwa auf die Kamakura-Zeit; in der Muromachi-Zeit hatte sie sich auch in der Volksküche festgesetzt.
Je nach Region unterscheidet sich das Miso – Reis-, Gersten- und Sojamiso mit jeweils lokalem Geschmack. Tofu und Wakame gehören zu den beliebtesten Kombinationen, eine klassische Schale, die Dashi-Aroma und Miso-Umami klar zur Geltung bringt.